Antlitzdiagnose

Die Anlitzdiagnose geht davon aus, dass mit dem Fortschreiten einer Erkrankung des Körpers sich wahrnehmbare Erscheinungen ausprägen, die für den Kenner deutlich an Kopf und Hals sichtbar werden.

Bereits im Altertum war die detaillierte Betrachtung der äußeren Erscheinung eines Menschen (Gesicht, Haut, Haar, Nägel, Zunge) zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von zentraler Bedeutung.

Noch bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Lehre von den äußeren Krankheitszeichen zu den Lehrinhalten der Universitäten. Mit Zunahme der technischen Möglichkeiten in der Medizin gerieten die überlieferten Kenntnisse allmählich in Vergessenheit und wurden weitestgehend durch labortechnische Verfahren ersetzt.

Lange Zeit jedoch vor der klinischen Nachweisbarkeit von Krankheiten, können sich die jeweiligen äußeren Merkmale als spezifische Organschwächezeichen im Gesicht, der Haut, Haar-, Nagel-, Zungenbeschaffenheit ankündigen. Somit steht durch die Antlitzdiagnose ein wichtiges hinweisdiagnostisches Hilfsmittel zur Verfügung.